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Strahlentherapie
In der Behandlung bösartiger Erkankungen kommt der Strahlentherapie bzw. Radioonkologie eine zentrale Bedeutung zu. Etwa 45 bis 50% aller an Krebs erkrankten Menschen (Kinder und Erwachsene) können heute durch moderne Behandlungsverfahren geheilt werden. Von diesen geheilten Personen haben ca. 50 bis 60% im Rahmen ihrer Therapie eine Strahlentherapie erhalten. Sie wurde entweder als alleinige Strahlentherapie oder in Kombination mit operativen Maßnahmen und/oder einer Chemotherapie durchgeführt. Den meisten Patienten und vielen Ärzten ist häufig zu wenig bewußt, daß die Strahlentherapie wesentlich zur Heilung der Krebserkrankung beiträgt oder die entscheidende Behandlungsform ist.
Darüberhinaus spielt die Strahlentherapie eine wichtige Rolle in der Linderung von Symptomen einer Krebserkrankung. Viele nicht mehr heilbare Patienten profitieren von einer Schmerzbeseitigung oder der Wiederherstellung von Körperfunktionen (z.B. Schluckfähigkeit, Gehfähigkeit). Bei diesen Patienten ist die Erkankung als eine chronische Erkrankung zu betrachten, die zu verschiedenen Zeitpunkten immer wieder Therapiemaßnahmen erforderlich werden läßt.
In unserer Gemeinschaftspraxis für Radiologie und Radioonkologie der Radiologischen Allianz bieten wir Ihnen eine hochmoderne Diagnostik und Strahlenherapie für Erkrankungen des Bewegungsapparates, der Knochen, der Lunge, des Kopf-Halsbereichs, des Gehirns, der Bauch- und Beckenorgane an. Ein Schwerpunkt liegt dabei in der Diagnostik und Therapie von Tumorerkrankungen.
Durch unsere vielfältigen diagnostischen Möglichkeiten ermöglichen wir eine individuell geplante Therapie der Tumorerkrankungen. In enger Zusammenarbeit mit den Kolleginnen und Kollegen aus den verschiedensten Bereichen der Medizin können wir Ihnen die bestmögliche Diagnostik und radioonkologische Behandlung anbieten. Es ist uns wichtig, Sie mit höchstmöglicher fachlicher Kompetenz zu betreuen. Sie sollen sich bei uns mit Ihren Fragen, Wünschen und Sorgen gut aufgehoben fühlen. Hierfür stehen wir Ihnen mit unserem Praxisteam jederzeit zur Verfügung.
Ziel der Behandlung ist es, den Tumor vollständig zu beseitigen. Hierzu bedarf es einer bestimmten Strahlendosis, die je nach Tumorart, Tumorgröße, umliegenden normalen, gesunden Geweben und der individuellen Krankheitssituation unterschiedlich hoch sein kann. In der Regel bedeutet dies, dass die Behandlung sich über einen längeren, mehrwöchigen Zeitraum erstreckt. In wenigen Einzelfällen kann auch eine einmalige Bestrahlung sinnvoll sein. Die Strahlentherapie ist vergleichbar einem chirurgischen Eingriff eine lokale Therapiemaßnahme. Wirkung und behandlungsbedingte Nebenwirkungen beschränken sich - im Unterschied zu einer systemisch wirkenden Chemotherapie - im Wesentlichen auf die bestrahlte Körperregion.
Um die Strahlentherapie so schonend wie möglich durchführen zu können, wird sie in den allermeisten Fällen fraktioniert gegeben, d.h. es werden jeweils kleine Portionen der Gesamtdosis täglich eingestrahlt. Hierdurch erreicht man die Schädigung der Tumorzellen und eine bessere Schonung des umliegenden, normalen und gesunden Gewebes. Die Höhe der Einzeldosis und Gesamtdosis und die Größe des Bestrahlunsgfeldes sind von der Art und Ausdehnung der Tumorerkrankung abhängig. Dank moderner Systeme zur Bildgebung (CT, MR, PET/CT), der Bestrahlungsplanung und hoch entwickelter Linearbeschleuniger kann die Behandlung mit hoher Präzision, Effektivität und schonend erfolgen. Zur Anwendung kommen hochenergetische Röntgenstrahlen (Photonen) oder Elektronen, die mittels eines Linearbeschleunigers erzeugt werden. Mit physikalischen Methoden kann für jeden Patienten individuell und präzise die Dosisverteilung im Körper berechnet werden. Der Patient wird nicht radioaktiv belastet.
Schmerzen lindern durch Strahlentherapie bei gutartigen Behandlungen
Die Therapie mit Röntgenstrahlung ist nicht nur für die Behandlung von bösartigen Tumoren einsetzbar, sondern spielt auch eine wichtige Rolle in der Schmerztherapie: Eine niedrig dosierte Strahlentherapie ist eine sehr wirksame und kostengünstige Methode bei schmerzhaften, degenerativ-entzündlichen Erkrankungen des Skeletts. Sie ist damit eine gute Alternative oder Ergänzung zu anderen konservativen Behandlungen.
Wichtig: hat sich ein entzündlicher Prozess bereits lange ohne Therapie ausweiten können, nimmt die Wirksamkeit der Strahlentherapie ab. Daher ist ein rechtzeitiger Behandlungsbeginn sinnvoll (weniger als 3 Monate nach Beginn der Symptomatik).
Neue Bestrahlungsverfahren
IMRT Diese neuartige Bestrahlungstechnik liefert eine passgenaue und gleichmäßig verteilte Dosis unter maximaler Schonung eng benachbarter Risikoorgane. Besondere Verwendung findet dieses Verfahren bei konkav (gebogenen) geformten Zielvolumina, die ein Risikoorgan (z.B. Rückenmark oder Rektum) teilweise umschließen. Hierzu werden viele einzelne Felder mit niedriger Dosis einer Einstrahlrichtung auf das Zielvolumen gerichtet. Durch die resultierende Überlagerung aller Felder kommt es zu einer Intensitätsmodulation des Gesamtfeldes. Üblicherweise werden IMRT-Behandlungen mit 7-9 Einstrahlrichtungen mit bis zu 30 Subfeldern verabreicht. Diese technisch aufwendigere Bestrahlungstechnik wird immer dann angewandt, wenn z.B. besonders hohe Gesamtdosen zur Vernichtung des Tumor oder eine maximale Schonung von Risikoorganen nötig ist.
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Ergebnis der Intensitätsmodulation am Beispiel einer Behandlung im Beckenbereich. Die errechnete Dosisverteilung erreicht eine optimale Schonung des Darmes. |

Intensitätsmodulation am Beispiel eines Tumors im Kopf- und Halsbereich. Das vom Zielvolumen (rot) teilweise umschlossene Rückenmark (oranger Kreis) und die Speicheldrüsen (blau) werden sehr gut geschont. |
Eine eigentliche IMRT-Behandlung dauert für den Patienten im Mittel nur 15 Minuten täglich. Hinter den Kulissen wurde die Behandlung seit Tagen vorbereitet. So wird neben der oben beschriebenen Simulation eine Dosisverifikation direkt am Linear-beschleuniger mit Hilfe von Phantomen durchgeführt. Diese Generalprobe, bei der die Dosisvorhersage mit den Messergebnissen am Phantom verglichen wird, gibt dem Medizinphysiker die Sicherheit, dass alle an der Therapiebestrahlung beteiligten Bereiche (Linearbeschleuniger, Patientenlagerungstisch, Planungssystem, Therapie-Informationssystem) optimal aufeinander abgestimmt sind.
Stereotaktische Strahlentherapie
Die Stereotaktische Strahlentherapie stellt eine besondere, sehr aufwendige und hochpräzise Form der Strahlentherapie dar. Hochenergetische Röntgenstrahlen dringen computergestützt geplant aus unterschiedlichen Richtungen von außen in den Körper ein und summieren sich im Ziel (Tumor), so dass die Tumorzellen vernichtet und das umliegende gesunde Gewebe bestmöglich geschont werden kann. Die Behandlung kann als Einzeittherapie mit extrem hohen Dosen erfolgen und wird dann Radiochirurgie genannt, oder es werden mehrere Einzeldosen verabreicht und man spricht von der stereotaktisch fraktionierten Radiotherapie.
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Beispiel für stereotaktische Radiotherapie eines Lungentumors mit sehr guter Schonung des gesunden Lungengewebes. |

Beispiel für stereotaktische Radiotherapie einer Lebermetastase. |
Die Stereotaktische Strahlentherapie wird sowohl bei gut- als auch bösartigen Erkrankungen des Gehirns (Blutgefäßveränderungen, solitäre Hirnmetastasen, Akustikusneurinome, Meningeome, Hypophysentumoren, Craniopharyngeome, primäre Hirntumoren (hochgradige Gliome) und des Körperstammes angewandt. Insbesondere kleinere Tumoren der Lunge, solitäre Lungenmetastasen und Lebertumoren bis zu einer bestimmten Größe können für eine Körperstereotaxie geeignet sein. Wir bieten diese spezielle Form der Strahlentherapie für Lunge und Leber seit 2009 und für die Behandlung im Kopfbereich seit 2010 an. Sie ist nebenwirkungsarm und wird in den meisten Fällen mit wenigen Bestrahlungsfraktionen durchgeführt, so dass die Behandlungszeit in der Regel nur maximal 2 Wochen beträgt. Die Bestrahlung im Kopfbereich kann bei entsprechender Größe sogar in einer Sitzung durchgeführt werden. Die Vorbereitung ist sehr umfangreich und umfasst die individuelle Anfertigung einer Vakuummatratze bzw. eine speziellen Maske für den Kopf zur hochpräzisen Lagerung des Patienten auf dem Bestrahlungstisch, eine sog. 4D-Computertomographie und vielfach auch eine Kernspintomographie und PET/CT-Untersuchung.
Intraoperative Radiotherapie (IORT) Die intraoperative Radiotherapie ersetzt die sog. Boost-Strahlentherapie (kleinräumige Dosisaufsättigung) im Wundhöhlenbereich. Die Vorteile sind: 1. geringeres Risiko, den Hochrisikobereich zu verfehlen, da unter Sicht der Bestrahlungsapplikator während der OP eingesetzt wird; 2. sehr gute Schonung von Haut, Lunge und ev. Herz; 3.Verkürzung der Behandlungszeit um ca. 1 bis 2 Wochen; 4. strahlenbiologische Vorteile, da das sog. Tumormikromilieu beeinflusst wird und tumorfördernde Signale im Wundsekret durch die intraoperative Radiotherapie noch wirkungsvoller unterdrückt werden. Nachteilig sind die längere Narkosedauer. Die intraoperative Radiotherapie wenden wir in Kooperation mit dem Mammazentrum Hamburg an. Alle brusterhaltend operierten Frauen mit einem invasiven Mammakarzinom erhalten eine Strahlentherapie der operierten Brustdrüse (S3-Leitlinie der Deutschen Krebsgesellschaft DKG, 2008) [1]. Hierbei wird zunächst die gesamte betroffene Brustdrüse behandelt (25 bis 28 tägliche Bestrahlungsfraktionen; Gesamtdosis 45 bis 50,4 Gy) mit einer anschließenden Dosisaufsättigung (sog. Boost) nur im Wundhöhlen- oder sog. Tumorbettbereich. Die Notwendigkeit einer solchen Dosisaufsättigung ist mittlerweile durch eine große Phase III-Studie der EORTC abgesichert [2]. Die Lokalrezidivraten (Raten nach 10 Jahren) konnten durch den zusätzlichen Boost signifikant abgesenkt werden. Alle Frauen unabhängig vom Alter profitierten davon, insbesondere jedoch Frauen unter 40 Jahren.
Welche Patientinnen mit Mammakarzinom können intraoperativ bestrahlt werden? Nicht bei allen Patientinnen mit einem brusterhaltend operierten Mammakarzinom kann die intraoperative Radiotherapie angewendet werden. Folgende Voraussetzungen müssen gegeben sein: Die Tumoren dürfen nur maximal 3cm groß sein; es darf kein multizentrisches oder bifokales Wachstum vorliegen, d.h. nur einzelne oder solitäre Tumorknoten können behandelt werden; invasive duktale, nicht aber inasive lobuläre oder sog. Läppchenkrebse können behandelt werden; die Tumoren dürfen nicht zu dicht unter der Haut liegen. Im Anschluß an die intraoperative Radiotherapie muss sich immer die Strahlentherapie der gesamten operierten Brustdrüse über ca. 5 Wochen anschließen. Eine alleinige intraoperative Radiotherapie ist derzeit als experimentell einzustufen und sollte nur in Studien erfolgen (Empfehlung der Deutschen Krebsgesellschaft, 2008). Sollte eine Chemotherapie indiziert sein, so erfolgt zunächst diese und im Anschluss daran die Strahlentherapie der betroffenen Brustdrüse.
Technik und Ablauf der intraoperativen Radiotherapie Die intraoperative Radiotherapie wird mit dem Intrabeam-System der Firma Zeiss, Oberkochen, durchgeführt. Eine kleine Röntgenröhre wird an ein fahrbares und frei schwenkbares Stativ angekoppelt. Kugelapplikatoren verschiedener Durchmesser entsprechend der Größe der Wundhöhle werden an die Röntgenröhre angeschlossen und direkt in der Wundhöhle plaziert. Anschließend wird mit 50 kV Röntgenstrahlung (kein besonderer Strahlenschutz erforderlich!) über eine Zeitdauer von 20 bis 53 Minuten (abhängig von dem Kugeldurchmesser) bestrahlt mit einer festen Dosis von 20 Gy bezogen auf die Kugeloberfläche. Einen informativen Filmbeitrag des Hamburger Regonialmagazins des Fernsehsenders RTL können Sie unter diesem Link ansehen: http://www.rtlregional.de/player.php?id=4971
[1] http://www.senologie.org/leitlinien.php? [2] Bartelink et al. EORTC trial 22881-10882; J Clin Oncol. 2007, 25: 3259-3265
Brachytherapie Bei der Brachytherapie (Kurzdistanztherapie) werden strahlende Materialien (Nuklide) am oder im zu bestrahlenden Tumor plaziert. In einer Distanz von 1,5-2 cm erreicht man dadurch hohe, den Tumor vernichtende Dosen. Die bei der Brachytherapie abgegebene Strahlung ist durch einen steilen Dosisabfall zur Umgebung gekennzeichnet, somit ist eine gute Schonung von tumorumgebenden, gesunden Gewebe möglich. Die Brachytherapie wird abhängig von der Dosisleistung im HDR- (high-dose-rate), LDR- (low-dose-rate) oder PDR- (pulse-dose-rate) Verfahren durchgeführt. Typischerweise erfolgt die Brachytherapie in Afterloading- (Nachlade-) Technik. Durch den Arzt / Ärztin werden zunächst Hohlapplikatoren (Schläuche und Metallhülsen mit einem Innendurchmesser unter 2 mm) in anatomische Hohlräume (z.B. Scheide, Gebärmutter, Luftröhre, Speiseröhre) eingelegt. Mittels spezieller Nadeln ist auch eine Spickung möglich. Nachdem die Applikatoren plaziert worden sind, wird die korrekte Lage unter Röntgendurchleuchtung kontrolliert und dokumentiert. Anschließend wird aus einem strahlensicheren Tresor eine Sonde, an dessen Ende das strahlende Material eingearbeitet ist, ferngesteuert über ein Anschlußstück in den Hohlapplikator eingefahren. Entsprechend der medizinischen und physikalischen Computerplanung fährt die Strahlenquelle bestimmte Punkte an, um dort vorab genau berechnete Zeiten zu verweilen. Durch eine individuelle Anpassung der Verweilzeiten kann die Dosisverteilung optimal dem Tumorvolumen angepaßt werden. Ein weiterer Vorteil des Afterloading-Verfahrens ist die Vermeidung einer Strahlenexpostion des behandelnden Personals. Unsere Praxis führt in Kooperation mit der Radiologie Pinneberg diese Therapie in Pinneberg durch. Die Brachytherapie wid mit Iridium 192 in HDR-Technik durchgeführt. Abhängig von der Tumorlokalisation / -technik sind 3-6 Sitzungen erforderlich. Die reine Bestrahlungzeit beträgt meist wenige Minuten bis zu einer halben Stunde. Die Behandlung erfolgt in der Regel ambulant.
Weitere Informationen zur Krebsbehandlung und Strahlentherapie
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Strahlentherapie
Die Strahlentherapie wird überwiegend bei Krebserkrankungen eingesetzt. Es gibt aber auch zahlreiche gutartige Beschwerden, die sich erfolgreich therapieren lassen, wie etwa Fersensporne, Impingement-Syndrom oder Arthritis. |
Strahlentherapie
Nach Überweisung zu uns findet ein persönliches Gespräch statt, in dem die Vorgeschichte des Patienten erfragt und eine körperliche Untersuchung durchgeführt wird. Um sich ein umfassendes Bild über die Erkrankung machen zu können, sind Arztbriefe, Untersuchungsbefunde, Operationsberichte, histologische Befunde und die angefertigten Röntgen- bzw. Kernspintomografie-Bilder unverzichtbar und müssen zum Vorstellungstermin mitgebracht werden. Auf Grund aller verfügbaren Informationen wird ein individueller Behandlungsplan erstellt. Als Strahlentherapeuten und Radioonkologen sind wir grundsätzlich mit allen Tumorerkrankungen in allen Stadien befasst. Dies verschafft uns einen guten Überblick über das gesamte Gebiet der Onkologie, so dass wir in der Lage sind, detailliert, ausgewogen und auf der Basis der neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse beraten zu können. In einem ausführlichen Aufklärungsgespräch informieren wir über die Zielsetzung der Behandlung, den Ablauf und mögliche Nebenwirkungen.
Individuelle Bestrahlungsplanung Die Festlegung des Behandlungsplanes erfordert in vielen Fällen die Absprache mit den an der Tumorbehandlung beteiligten Fachdisziplinen und ggf. die Vervollständigung der Voruntersuchungen. Sobald der Entschluss zur Strahlentherapie mit dem Patienten getroffen ist, werden die weiteren Termine zur Vorbereitung und Einleitung der Therapie vereinbart. Der Patient/die Patientin wird abhängig von der Tumorlokalisation speziell gelagert, um im weiteren Verlauf eine sichere und täglich reproduzierbare Einstellung zu gewährleisten. Anschließend wird eine Computertomographie (CT) oder PET/CT, ggfs. auch eine Kernspintomographie (MR) in der vorgewählten Lagerung durchgeführt, die zur dreidimensionalen Bestrahlungsplanung notwendig sind. Eventuell bereits vorher erstellte CT- oder MR-Aufnahmen sind wichtig, aber für die speziellen Belange der Bestrahlungsplanung nicht verwendbar, da der Patient/die Patientin für die Strahlentherapie in besonderer Weise auf dem Behandlungstisch positioniert werden muss. Anhand der Informationen aus den Untersuchungen wird ein individueller Therapieplan durch die Medizinphysiker erstellt. Im nächsten Schritt werden in der Simulation die Bestrahlungsfelder angezeichnet. Nach Abschluss aller vorbereitenden Schritte, die zumeist an mehreren aufeinander folgenden Tagen erfolgen, beginnt die eigentliche Strahlentherapie.
Medizinische Physik Die medizinische Physik der Radioonkologie Mörkenstraße übernimmt im Rahmen der physikalisch–technischen Betreuung die 3D-Bestrahlungsplanung des Patienten, interne Qualitätssicherung nach DIN an den Bestrahlungsgeräten, dosimetrische Messungen, Strahlenschutzaufgaben und klinische Netzwerkadministration. Auch die Betreuung der Nuklearmedizin (PET/CT) fällt ebenfalls in den Aufgabenbereich des Medizinphysikers. Medizinphysiker sind Personen mit abgeschlossenem natur- oder ingenieur-wissenschaftlichem Studium und einer zusätzlichen zweijährigen Ausbildung. Sie werden auch als Medizinphysik-Experten (MPE) bezeichnet.
Ziel der Strahlentherapieplanung ist, das zu bestrahlende Zielvolumen optimal zu erfassen unter möglichst weitgehender Schonung anderer Organe, insbesondere von Risikoorganen wie z.B. Lunge, Rückenmark oder Rektum. Dazu wählt der Medizinphysiker eine bestimmte Strahlenart (Photonen, Elektronen) und variiert die Bestrahlungstechnik. Bei einer Mehrfeldertechnik z.B. werden mehrere Bestrahlungsfelder aus verschiedenen Richtungen eingestrahlt und überlagern sich im Zielvolumen. Dadurch wird die Oberflächendosis an der Haut stark herabgesetzt. Im Zielvolumen kommt es zur Dosiserhöhung. Das Planungssystem liefert in jedem CT-Schnitt Isodosen. Isodosen sind Linien gleicher Dosis und vergleichbar mit auf Wetterkarten dargestellten Tief- oder Hochdruckgebieten (sog. Isobaren). Niedrige Isodosen werden in den folgenden Abbildungen blau, hohe rot und therapeutisch gewünschte grün dargestellt. |

In den folgenden Bildern ist die Entstehungsgeschichte eines 3D-Bestrahlungsplanes zu sehen.
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Beispielhafte Dosisverteilung im Körper bei der Verwendung nur eines Bestrahlungsfeldes. Rot die Regionen unerwünscht hoher Dosis, blau niedriger Dosis. Grüne Regionen entsprechen der gewünschten Dosisverteilung. Weitere Planung nötig.
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Hier die Ansicht in 3D. Ein Bestrahlungsfeld von vorne.
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| Verbesserte Dosisverteilung durch die Verwendung eines zweiten Bestrahlungsfeldes von unten. |
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Ansicht in 3D. Zwei sich gegenüberliegende Bestrahlungsfelder (sog. opponierende Felder).
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| Weitere Verbesserung (Homogenisierung und Entlastung des Normalgewebes) der Dosisverteilung im Zielvolumen durch ein Feld von rechts. |
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3D-Ansicht. Verwendung von drei Bestrahlungsfeldern. |
Diese Technik wird auch als konformale Strahlentherapie bezeichnet. Diese Isodosen sollen im Idealfall das Zielvolumen umschließen. Das Bestrahlungsplanungssystem errechnet dreidimensionale Pläne, so dass man das gesamte Zielgebiet räumlich überschauen kann.
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Gewünschtes Ergebnis. Gute Anpassung der Dosisverteilung (grüne Isodosen) an das Zielvolumen.
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3D-Ansicht. Vier Bestrahlungsfelder in sog. Boxtechnik bei Prostatakarzinom.
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Zumeist erarbeitet der Medizinphysiker verschiedene Varianten von Bestrahlungsplänen. Im Dialog mit dem Strahlentherapeuten wird dann der für den Patienten effektivste Bestrahlungsplan ausgewählt.
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Am Folgetag wird der Bestrahlungsplan am Simulator kontrolliert. Es handelt sich um ein Röntgengerät, das die Bewegungen des Beschleunigers simulieren kann. Unter Durchleuchtung lassen sich Kontrollaufnahmen der Bestrahlungsfelder anfertigen. Hier sehen Sie die Durchleuchtungsaufnahme eines Bestrahlungsfeldes. Die blauen Linien begrenzen das Bestrahlungsfeld (hier das linke Hüftgelenk) nach außen:
Nach erfolgreicher Simulation wird der Bestrahlungsplan für die tägliche Patientenbestrahlung freigegeben.
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Die Bestrahlungsgeräte (Linearbeschleuniger) werden vor Aufnahme des Betriebes bezüglich ihrer Kenndaten vermessen. Diese Dosimetrie liefert die Eingangsdaten für das Bestrahlungsplanungssystem und die Dosisberechnung bei allen Bestrahlungstechniken.
Für die in der Strahlentherapie verwendeten Geräte sind regelmäßige Checks und Messungen nach DIN vorgeschrieben, die eine Konstanz der dosimetrischen Daten gewährleisten.
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| In sog. Phantomen (Prüfkörper) messen die Medizinphysiker Dosisverteilungen. Die meist mit Wasser gefüllten Phantome sind dem menschlichen Gewebe ähnlich. Dosisverteilungen in Wasser sind also auf den Menschen übertragbar bzw. vergleichbar. |
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Mit Hilfe von Messsonden wird die Dosis im Phantom ermittelt. Wiederkehrende Vergleichsmessungen durch unabhängige Institute garantieren die gleichbleibende Qualität der Messergebnisse. Für jede Strahlenart gibt es spezielle Sonden.
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Ihr Behandlungsplan Die Festlegung des Behandlungsplanes erfordert in vielen Fällen die Absprache mit den an der Tumorbehandlung beteiligten Fachdisziplinen und ggf. die Vervollständigung der Voruntersuchungen. Sobald der Entschluss zur Strahlentherapie mit dem Patienten getroffen ist, werden die weiteren Termine zur Vorbereitung und Einleitung der Therapie vereinbart. Ablauf der Strahlentherapie Üblicherweise werden 4 bis 5 Bestrahlungen pro Woche (montags bis freitags) verabreicht. Die jeweilige Einzelfraktion dauert im Allgemeinen nur wenige Minuten, kann aber bei der IMRT bis zu 25 Minuten betragen. Längere Bestrahlungspausen oder Unterbrechungen sind aus biologischen Gründen in der Regel nicht vorgesehen, können im Einzelfall aber notwendig werden, sollten unerwarteter weise die Nebenwirkungen für den Patienten zu belastend werden. Nach Abklingen der akuten Nebenwirkungen wird die Behandlung dann fortgesetzt.
Vertrauensvolle Beziehung Die aufwändige technische Ausstattung einer modernen Strahlentherapiepraxis gewährleistet eine sichere, effektive und zugleich schonende Behandlung. Gegenseitiges Vertrauen ist für die meist mehrwöchige Behandlung von besonderer Bedeutung. Ärzte, MTAs, Medizinphysiker und Arzthelferinnen sind stets bemüht, Fragen zu beantworten und bei Problemen schnell zur Verfügung zu stehen. Regelmäßige Visiten durch die Ärzte überwachen den Ablauf, Verträglichkeit und den Erfolg der Behandlung. Nach Abschluss der Strahlenbehandlung erfolgt die Wiedervorstellung des Patienten beim zuweisenden Arzt. Die strahlentherapeutische Nachsorge erfolgt in Abstimmung mit den Hausärzten und beteiligten Fachärzten.
Nachsorge Nach Abschluss der Strahlenbehandlung erfolgt die Wiedervorstellung des Patienten beim zuweisenden Arzt. Die strahlentherapeutische Nachsorge erfolgt in Abstimmung mit den Hausärzten und beteiligten Fachärzten. |
Strahlentherapie
- CT-/MRT-Bilder: Bereits vorher erstellte CT- oder MR-Aufnahmen sind für uns nützlich, reichen aber allein für die Erstellung eines individuellen Bestrahlungsplans nicht aus
- Voruntersuchungen und schriftliche Vorbefunde
- Arztbriefe, Untersuchungsbefunde, Operationsberichte, histologische Befunde
- Überweisung des behandelnden Arztes
- Krankenversicherungs-Karte
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Strahlentherapie
Linearbeschleuniger
Unsere Linearbeschleuniger ermöglichen uns eine präzise, schnelle und individuelle strahlentherapeutische Behandlung eines jeden Patienten. Wir nutzen diese Geräte im Rahmen von Behandlungsplänen, die die Therapie mit neuesten Technologien wie der intensitätsmodulierten (IMRT) und bildgeführten (IGRT) sowie stereotaktischen Strahlentherapie im Kopf- und Körperbereich ermöglichen.


- SIEMENS Simview NT 4.0 (Simulation)

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Strahlentherapie
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Radiologische Allianz Hamburg | Mörkenstraße
Der Standort „Mörkenstraße“ bietet folgende Untersuchungsmethoden und Leistungen an:
Was können wir für Sie tun? Haben Sie einen Terminwunsch, Fragen, Anregungen oder Wünsche? Rufen Sie einfach an oder mailen Sie uns. Wir werden uns so schnell wie möglich bei Ihnen melden.
Radiologische Allianz Mörkenstraße 47 22767 Hamburg
| Radiologie |
Strahlentherapie |
PET/CT |
Tel.: 040 / 32 55 52-111 Fax: 040 / 32 55 52-211 |
Tel.: 040 / 32 55 52-112 Fax: 040 / 32 55 52-212 |
Tel.: 040 / 3 80 11-444 Fax: 040 / 3 80 11-455 |
E-Mail: moe [at] radiologische-allianz[.]de
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Sprechzeiten (und nach Vereinbarung)
| Radiologie |
Strahlentherapie |
PET/CT |
Montag Dienstag Mittwoch Donnerstag Freitag |
08:00 - 18:00 08:00 - 18:00 08:00 - 14:00 08:00 - 18:00 08:00 - 14:00 |
Montag Dienstag Mittwoch Donnerstag Freitag |
08:00 - 18:00 08:00 - 18:00 08:00 - 18:00 08:00 - 18:00 08:00 - 18:00 |
Montag Dienstag Mittwoch Donnerstag Freitag |
08:00 - 17:00 08:00 - 17:00 08:00 - 17:00 08:00 - 17:00 08:00 - 17:00 |

Routenplanung
Anfahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln
S1, S3 Haltestelle Königstraße, ca. 5 Min. Fußweg

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Anfahrt mit dem PKW, Rad oder zu Fuß
Ihre Adressdaten
Ziel
Mörkenstraße 47
22767 Hamburg
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Parkmöglichkeiten
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